Spielbericht SCVM – Grühnhof – Tesperhude 1.C – 23.09.2013

Ich habe schon einige Zeit keine Spielberichte mehr verfasst, da sich die Spiele und Ergebnisse in ihrem Ablauf ständig wiederholten. Die Einstellung der Mannschaft und der einzelnen Spieler, sowie die daraus resultierenden Fehler und Misserfolge,hatten mir die Lust an den Spielberichten verdorben. Ich bin es Leid, immer wieder auf die gleichen Fehler hinzuweisen, ohne das sich etwas an der Einstellung im Spiel und Training ändert.

Bei dem Spiel gegen Wentorf, vor zwei Wochen, konnten wir eine gute erste Halbzeit beobachten, leider konnten wir die Konzentration nicht mit in die zweite Hälfte nehmen und auch die Kondition reichte nicht aus, um das 1:1 aus der Halbzeit zu sichern. Waren wir doch in der ersten Halbzeit das bessere Team, so mussten wir uns am Ende doch 1:5 geschlagen geben und die zweite Halbzeit lies die gute erste Hälfte schnell vergessen.

Vor dem gestriegen Spiel, gegen Grünhof Tesperhude, hatte ich schon beim warmmachen kein gutes Gefühl. Es war wieder keine Körperspannung bei den Spieler zu beobachten, lustlos und unmotiviert wurde beim Aufwärmen auf das Tor(nicht einmal die Richtung stimmte) geschossen.

Wenn man nicht einmal ohne Gegnerdruck ein Tor schießen kann und den Spielern dieses völlig gleichgültig zu sein schein, graust einem schon vor dem Anpfiff. Es war keinerlei Willen zu sehen, Pässe über 5 Meter waren ungenau und ohne Druck, leichtfüßiges stehen, dem Ball auch nur einen Meter entgegen zu gehen, geschweige den eine Auftaktfinte war nicht einmal im Ansatz zu erkennen. Da macht sich bei uns Trainern die Hoffnungslosigkeit breit. Wir haben dann noch mit einigen Worten vor dem Spiel versucht, Euch aus der Lethargie zu lösen und Euch etwas Leben ein zu hauchen.

Ich muss gestehen, dass ich nicht viel erwartet hatte.

Die erste Halbzeit lief aber dann besser als erwartet, wir waren mindestens so gut wie der Gegner und hatten mehr Ballbesitz. Zur Halbzeit lagen wir trotzdem 0:3 zurück, ohne dass man sagen konnte, ihr wart schlechter.

Ich hatte zur Halbzeit ein gutes Gefühl. Wir waren auf Augenhöhe und wollten unbedingt noch 2 Tore machen. Jetzt konnten wir auch Euren Willen dazu erkennen, kleine Meinungsverschiedenheiten wurden schnell besprochen und etwas umgestellt.

Hatten nach dem Spiel gegen Wentorf noch einige Eltern gesagt:“Das war die beste erste Halbzeit der Saison“, so haben wir Gestern die beste zweite Halbzeit gesehen.

Wir hatten das erste Mal das Gefühl, das ihr verstanden habt, das man zu allererst laufen muss!

Wenn ihr Euch bewegt, kommt man auch ins Spiel, Bälle erkämpfen durch Laufarbeit, Doppeln mit Einsatz, Freilaufen und Körpereinsatz, Mitspielern am Ball eine Hilfestellung zum Abspielen anbieten, Pässe mit Druck gespielt und Tore konnten wir beobachten.

Ihr habt Euch das erste Mal in dieser Saison wie eine Mannschaft verhalten und jeder hat für den Anderen mitgearbeitet und ihm geholfen. Durch viel  Einsatz habt ihr es dem Gegner schwer gemacht und seit selber immer besser ins Spiel gekommen.

Das war die beste zweite Halbzeit der Saison.

Wenn man so spielt und Spielfreude entwickelt, springt auch der Funke über und ihr zieht eure Mannschaftskameraden mit und ihr gewinnt Stärke aus dem positiven Spielverhalten. So begeistert ihr Trainer und Zuschauer und stärkt Euch selber, um demnächst Mal ein ganzes Spiel lang diese gute Leistung abrufen zu können.

Nach dem Spiel, waren alle zu recht zufrieden, obwohl wir das Spiel verloren hatten. Nach so einem Spiel könnte ihr stolz auf Euch sein und werdet in Zukunft sicher wieder Spiele gewinnen.

Für mich reichte der Adrenalin Ausschuss bis heute, um mal wieder einen Spielbericht zu schreiben.

Das war ein gefühlter Sieg, wir wollen mehr davon.

Gruß Wolfgang Wegner SCVM